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~~~ 8 ~~~ Free Lordaeron ~~~

(von Eryk)

"Da wir schonmal dabei sind Geschichten aus unserem prallen Leben zu erzählen," sagte Thorongal zu Eryk "woher hast du eigendlich die vielen Narben auf deinem schmächtigen Oberkörper? Hast du beim Wildschweinjagen nicht aufgepasst oder was?"

"Mach dich nicht darüber lustig" entgegnete der angesprochene Schurke etwas ärgerlich "Es könnte durchaus sein, daß du eine Geschichte zu hören bekommst, die davon handelt, das ein einziger Schurke mit unzureichender Ausrüstung und viel zu niedrigem Ausbildungsstand unter Lebensgefahr es schaffte eine Gruppe Waisenkinder aus Stormwind gegen einen Mob mordlustiger Untoter zu verteidigen, die zuvor alle Wachen töteten.
Eine Geschichte, in der dieser Schurke fast besinnungslos vor schmerzen heldenhaft weiterkämpfte um das Leben dieser armen Waisenkinder zu verteidigen."

"Tschuldigung" murmelte der Krieger fast schon etwas beschämt.

"Er ist besoffen aus dem Wirtshaus von Southshore geprügelt worden!" warf Naamah ein und stellte gelangweilt weitere Verbände her, ohne von ihrer Arbeit aufzusehen.

"Ich sagte ja auch nur, es sein!" sagte Eryk leicht verärgert über den Umstand, daß ihm die Möglichkeit einer spannenden Geschichte genommen wurde.

"Nun ja, wie dem auch sei... Jedenfalls sind nicht alle Narben von dieser unschönen Begegnung in dieser Schänke"
Er nahm einen tiefen Schluck Wasser und stopfte sich den letzten Rest der gerösteten Wachtel in den Mund um dann weiter zu erzählen.

"Diese hier..." er deutete auf eine Anzahl unschöner Stichverletzungen nahe seiner unteren Rippenbögen "...habe ich mir gefangen, bei dem Versuch Lordaeron, heute besser bekannt als Undercity, Heimat meiner Vorfahren, aus den Klauen der untoten Pest zu befreien."

"Du warst schon in Undercity drinnen???" fragte Ignaz überrascht und ungläubig, nachdem er den Inhalt seines Mundes, immerhin ein recht großer Schluck Zwergenbier, ins Lagerfeuer geprustet hatte.

"Jep" entgegnete der Schurke "Es waren 80 der mutigsten Kämpfer der Allianz versammelt um das Unternehmen zu wagen.
Wir versammelten uns geschlossen in Southshore zu sehr später Stunde um sicher zu sein, das unsere Gegner fest schlafen um sie unsanft aus ihren Träumen zu reissen." ein unverholenes Grinsen erschien auf seinem Gesicht "Die ganze Truppe stürmte durch den Nebeneingang in die Festung und angetrieben von den Schlachtrufen unserer Anführer metzelten wir alles und jeden nieder, der sich uns in den Weg stellte. Nach wenigen Minuten des Kampfes standen wir dann vor Silvanas, diese verräterische Nachtelfin und mir wurde befohlen, gemeinsam mit ein paar Kämpfern, den Vorraum zu sichern und so den Kämpfern im Inneren den Rücken freizuhalten.
Wir fingen Welle um Welle der Angreifer ab, bis wir auf die Mitglieder der damaligen Elite Gilde trafen. Uns wurde klar, daß unsere sorgsamen Vorbereitungen von einem schändlichen Spion an die Horde verraten wurde, aber wir konnten uns noch eine Weile halten. Irgendwann im Verlaufe dieses Kampfes, ich war gerade mit einem Schamanen beschäftigt, enttarnte sich dann ein untoter Schurke Namens Nathgul hinter mir und verwandelte mich binnen Sekunden in ein blutendes und vor schmerz schreiendes Häufchen Elend, unfähig sich zu bewegen. Bevor mir endgültig die Sinne schwanden, hörte ich schon die schmerzverzerrten Schreie der Kameraden aus dem Inneren der Kammer und sah wie einige noch versuchten an den Toten und Verwundeten vorbei zu flüchten...
Keiner kam durch... An diesem Abend fanden 80 der Besten in den Gewölben von Undercity ihr Grab"

Nachdenklich nam der Schurke noch einen Schluck Wasser aus seiner Flasche "Was folgte war ein unglaubliches gemetzel auf den Friedhöfen, als wir versuchten uns nach der Wiederbelebung auf unser Gebiet zu flüchten. Ich sah Männer und Frauen, die gleich mehrfach niedergemacht wurden und brauchte selber über eine Stunde um heimischen Boden zu erreichen. Als ich schließlich in Southshore wieder ankam, waren dort grad mal fünf meiner Kameraden in jämmerlichem Zustand versammelt und wir konnten die Hilferufe der noch verbliebenen bis dorthin hören... Stundenlang... Irgendwann in dieser Nacht verstummten die Elenden dann und wir wußten, daß alles vorbei war.
Den Verräter in den eigenen Reihen bekamen wir nie zu fassen und wird vermutlich noch weiter sein Unwesen in den Reihen der Allianz treiben. Sollte ich ihn jemals zu fassen bekommen, werde ich ihn in 80 Stücke zerhacken, für jeden gefallenen Kämpfer einen, und ihn an Silvanas schicken.
Doch eines Tages werde ich dorthin zurückkehren um zu beenden, was ich damals begonnen habe..."

Am Lagerfeuer war es nun ganz still geworden und Eryk war fast schon so etwas wie verlegen. Um die peinliche Stille zu brechen fragte er, ob Ignaz noch eine Flasche von die Biär `ätte, die so schön `at geprickölt in sein` Bauchnaböl...

Ignaz lachte schließlich lauthals los und reichte eine Flasche herüber...

"Naja... törichte Geschichten eines alten Mannes" sagte Eryk noch leise vor sich hin, bevor er einen Zug aus der Flasche machte.

18.10.06 21:09
 


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