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~~~ 4 ~~~ zum Mondbrunnen in Ashenvale ~~~

"Einige Monde später war ich dem Geheimnis des Turm von Althalaxx auf der Spur. Die Wege führten kreuz und quer durch das Land und über die Grenzen hinaus. So gelang ich nach Ashenvale. Die Präsenz der Horde lag hier fast greifbar in der Luft. Bei Maestras Posten war es dann soweit. Ich stand eben bei einem dort stationierten Elfen im Gespräch, er wollte mich gerade in meinen nächsten Auftrag einweihen, als mich unvermittelt ein Zucken durchfuhr. Ich wusste nicht was mit mir geschah, doch plötzlich schien ich geschrumpft zu sein, ich sah genau auf die Waden des Elfen, der eben noch mit seine Lippen an meinem Ohr war um mir die Anweisungen zuzuraunen. Panik erfasste mich, mein Herz raste und ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Ich bewegte mich, aber hatte keine Kontrolle über meinen Körper! Total orientierungslos lief ich von links nach rechts, doch ich konnte die Bewegung nicht steuern! Ich wollte um Hilfe schreien, doch alles was dabei herauskam, war ein mickeriges Määäähhh. Du kannst Dir vorstellen, wie fassungslos ich war als ich langsam meine Gedanken wieder sortieren konnte. Ich war gefangen im Körper eines Viehs! Und ebenso plötzlich wie mich die Verwandlung erwischt hatte, wich sie auch von mir. Ich schien zu explodieren und steckte wieder in meinem Körper."

"Elune sei's gedankt" grinste ein Zwerg anzüglich und lies seinen Blick offen über Silvers Gestalt wandern. Silvergirl warf ihm einen strafenden Blick zu, ebenso dem Gnom, der sich vor Lachen verschluckt hatte. „Da siehst Du mal, was Du immer anrichtest mit den Verwandlungen kleiner Magier!“

Nachdem sich alle wieder etwas beruhigt hatten, fuhr die Kriegerin fort mit ihrer Erzählung:
„Als ich meinen Körper und meine Fassung wiedererlangt hatte, schaute ich mich rasch um und blickte geradewegs in das Gesicht eines untoten Magiers, ich japste nach Luft und schickte ein Stossgebet zu Elune. Meine Hand ging automatisch zu meiner Axt. Doch offenbar wollte er mir nur seine Übermacht demonstrieren, denn er winkte mir zu und verschwand so schnell wie er erschienen war. Nach diesem Erlebnis gönnte ich mir einen ruhigen Abend im Gasthaus zu Astranaar. Dort gesellte sich ein Elfenjäger zu mir, Slush war sein Name. Wir verstanden uns auf Anhieb ganz gut und streiften am nächsten Tag gemeinsam durch die Wälder von Ashenvale. Meine kriegerischen Talente haben ihn beeindruckt und er lud mich ein, seiner Bruderschaft beizutreten. Ich war so was wie ein Ehrenmitglied, da ich als einzige Frau den Wappenrock der FreecastleBoys tragen durfte. Wir waren nur wenige Mitglieder dort, aber wir verstanden uns alle ganz gut und hatten viel Spass. Ich lernte viel und eignete mir neue Kampftechniken an. Schon bald wagten wir uns in einer Gruppe in die Blackfathom Tiefe und lehrten den Gegnern dort das Fürchten. Auch die ein oder andere Schlacht gegen die Horde lieferten wir uns, es war eine wilde Zeit, Astranaar hatte täglich mit Angriffen den Horde zu kämpfen und wir verlagerten daher unsere Heimat hierhin und verteidigten die kleine Stadt bis zum letzten. Eines Abends zog ich allein los um ein paar Kräuter zu suchen und über die vielen neuen Eindrücke nachzudenken. Wie von selbst schlug ich den Weg gen Norden ein zu meiner Lieblingsstelle... dem Mondbrunnen östlich vom Irissee. Ich hatte mich mit Shael’Dryn, der Wächterin des Brunnens angefreundet, und hatte vor an diesem Abend ein paar Stunden mit ihr zu verbringen, denn die Gesellschaft einer Frau vermisste ich bei den FreecastleBoys doch ein wenig. Ich fand sie nicht vor, der Brunnen lag verlassen da. Ich beschloss, auf ihre Rückkehr zu warten und machte es mir im Gras gemütlich. Und dann...“ Silvergirls Augen leuchteten noch heller auf als sonst „...kam ein hochgewachsener, junger, hübscher Elfenkrieger des Weges. Er hatte langes, glattes Haar, das ihm offen über die Schultern weit in den Rücken fiel. Es wurde vom letzten Licht des Tages erhellt und glänzte in schönstem strahlenden Silber. Seine Augen stachen aus dem markanten, gebräunten Gesicht hervor und erinnerten an gleissende Splitter.
Wir kamen ins Gespräch, da er Shael’Dryn nicht auffinden konnte, der er von seinen neuesten Erkenntnissen von Raenes Säuberung berichten wollte. Ich spürte gleich, dass er eine grosse Rolle in meinem Leben spielen würde. Sein Name war so schön wie er selbst... er hiess Shalgas...“

Das Lagerfeuer war niedergebrannt, die Glut gab ihre letzte Wärme in die Nacht. Der Zwerg hatte sich in seinen Umhang gehüllt und schnarchte schon vor sich hin. Silvergirl war es nicht aufgefallen, wann er eingeschlafen war. Der Gnom hatte sich auf den Bauch gelegt und biss auf einem Grashalm herum während er zu der Elfin hoch blickte.

„Was wurde aus ihm? Ich habe diesen Namen noch nie gehört.“

Silvergirl lächelte, und mit einem leichten Kopfschütteln erwiderte sie: „Genug Erinnerung für heute.“ Sie rückte ein Stück näher an die glimmende Feuerstelle und legte sich nieder. Ihr Blick war auf die Glut gerichtet, bis ihr die Augen zufielen und es war die erste Nacht nach sehr langer Zeit, in der sie von ihrem Ehemann träumt.
3.10.06 11:58
 


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