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~~~ 12 ~~~ Wie aus Eryk ein Schurke wurde ~~~ Ein weiters Zwischenspiel ~~~

(von Dorsa)

Es wütete eine unerbitterliche Schlacht in den östlichen Pestländern. Menschen, Gnome, Zwerge, Nachtelfen, Tauren, Untote, Orks und selbst die Trolle hatten sich zu einer riesigen Streitmacht zusammengeschlossen um die Geißel endgültig auszulöschen.
General Carlin Redpath, ein hochrangiges Mitglied der Argentumdämmerung, rief mich zu sich.

„Dorsa“, begann er, „ich habe einen wichtigen Auftrag für euch. Findet bitte meine Nichte Pamela in Darrowshire, ich versteckte sie vor der Schlacht in meinem Haus, wenn ihr sie gefunden habt bringt sie bitte zu meiner Schwester Marlene. Sie lebt in einem kleinen Haus südlich von Andorhal“. Ich sah in an und glaubte eine Träne über sein vom Kampf gezeichnetes Gesicht laufen zu sehen.
„Ich werde eure Nichte finden und sie mit meinem Leben schützen General!“ mit einem kurzen militärischen Gruß verliess ich das Zelt. Von der Kapelle bis nach Darrowshire war es dank meines treuen Schreckensrosses nur eine Tagesreise.
Ich verabschiedete mich noch von ein paar guten Freunden, später stellte sich heraus, dass ich sie an diesem Abend das letzte Mal sah, alle fielen, als Strathholme von der Geißel überrannt wurde.
Manche der Soldaten wichen zurück, als sie mich die dunklen Worte murmeln hörten. Sie tuschelten: „Verdammte Hexenmeister, warum müssen wir diese dunkle Brut bei uns haben?“
Der Soldat verstummte schlagartig als Helvugh mein treuer Begleiter aus den Winden des Nethers trat und sich vor ihm aufbaute.
Das war mir Rache genug.
In Gedanken griff ich nochmals nach der schwarzen Magie die mir gegeben war um meinen Pferdedämonen zu beschwören.
Allein durch den Anblick der flammenden Hufe und seiner brennenden Augen liess die Umstehenden erzittern.

Ich saß auf und ritt los.
Unterwegs traf ich immer wieder auf einzelne Untote der Geißel, welche aber keinen großen Widerstand leisten konnten.
Nach ein paar Stunden kam ich an Corrins Kreuzung an oder zumindest an dem, was Corrins Kreuzung einmal war. Ich stieg ab und ging durch das einst so lebhafte Dorf. Alles Leben war aus ihm gewichen, es roch nach Verderbnis und Tod. Dieser Anblick ließ auch mich erschaudern.
Irgendetwas lauerte in diesen Ruinen, etwas böses, etwas dämonisches. Ich konnte es spüren.
Auch Helvugh wurde sehr unruhig. Als ich das Auge von Kilrogg beschworen hatte, sah ich mich in den Gemäuern um, konnte dort aber nichts entdecken.
Das tiefe Grollen Helvughs’ Stimme lies mich aus meiner Trance erwachen, er stürmte auf einen für mich noch unsichtbares Ziel zu.
Mein Dämon brachte unbeschreibliche Qualen über sein Ziel, nun konnte ich es auch sehen. Es war ein augenloser Beschützer! Diese Kreaturen hielten sich im Schatten auf um Sterbliche dann einfach zu verschlingen, sie labten sich an der Angst ihrer Opfer.
Zu meinem Glück hatte Helvugh den Gegner unter seiner Kontrolle so konnte ich ihn mit zwei Schattenblitzen niederstrecken.

Nach diesem Zwischenfall stieg ich auf und ritt weiter in Richtung Darrowshire, ich hoffte, dass ich nicht zu spät kam. Als ich auf die Straße nach Darrowshire einbog, wehte mir schon der strenge Geruch der Verwesung entgegen. Man sah, dass hier die Streitkräfte der Allianz gegen die Geißel gekämpft hatte, überall lagen Leichen.
Vorsichtig ging ich weiter, die Stille war unheimlich, ich erreichte das Haus von Carlin Redpath. Von seiner Nichte war nichts zu sehen, doch das sie noch lebte war unwahrscheinlich. Das Haus war völlig zerstört. Auch dies war das Werk der Geißel, vor lauter Zorn hieb ich auf den noch stehenden Türrahmen ein.
Ich machte mich auf, nach Pamela zu suchen, immerhin hatte ich es General Redpath versprochen. Hinter einem Baum fand ich den kleinen leblosen Körper. Zum Glück war er völlig unversehrt, anscheinend hatten die Guhle keinen Hunger mehr.
Ich beschloss dem kleinen Mädchen die letzte Ehre zu erweisen und sie, auf dem örtlichen kleinen Friedhof, zu bestatten.
Es war nicht schwer in der lockeren Erde ein Grab auszuheben. Viel schwerer fiel es mir, den kleinen Körper mit eben dieser Erde zu bedecken.

Das Krachen eines Astes ließ mich herumfahren, ich schrie: „Fahrt zur Hölle ihr verdammten Kreaturen!“, kurz bevor ich den Schattenblitz sein tödliches Werk verrichten ließ, sah ich einen kleinen Jungen, der mir stolz und tapfer, einen Dolch entgegenstreckte.
Glücklicher Weise konnte ich die zerstörerische Macht noch umleiten, der Blitz schlug mit einem lauten Krachen in den nächsten Baum ein, der sofort Feuer fing.
Kreidebleich sah mich der kleine an und brach in Tränen aus. Vielleicht war meine Reise doch nicht ganz umsonst, dachte ich mir. Ich ging langsam auf den Jungen zu und sagte ihm, dass ich ihm helfen wolle. Zum Beweis zeigte ich ihm mein Abzeichen das mich als Mitglied der Streitkräfte von Stormwind auszeichnete. Überglücklich rannte er mir entgegen. Ich schloss ihn in die Arme und sagte zu ihm, dass alles gut werden würde. Als sich der Junge ein wenig beruhigt hatte, fragte ich ihn wo seine Eltern seien und ob sonst noch jemand im Dorf sei. Er sagte mir, er würde es mir gerne erzählen, aber er hätte schrecklichen Hunger und Durst, bei der ganzen Aufregung hatte ich das ganz vergessen. Ich reichte ihm einen Mana – Keks und eine Flasche Kristallwasser (Auch wenn dieses durch weiße Magie hergestellte Wasser mir nicht besonders schmeckte).

Wir entschieden uns diese Nacht in Darrowshire zu verbringen und im Morgengrauen nach Stormwind aufzubrechen. Ich ließ Helvugh frei um ihm eine Pause zu gönnen und meinen kleinen aufmüpfigen Wichtel Chopad Wache schieben zu lassen. Der kleine war nicht so schnell zu entdecken.
Mürrisch wie immer bezog er seinen Posten er brabbelte etwas wie: „Davon stand aber nichts in meinem Vertrag!“ „CHOPAD!“, rief ich. Er wandte sich zu mir um: „Ja, Herrin?“
„Beklage dich nicht immer, wenn es heute Nacht ruhig bleibt und du aufpasst bekommst du auch mal wieder ein frisches lebendiges Huhn von mir“. Seine Mine hellte sich sofort auf. Ich wusste, dass Hühner seine absolute Lieblingsspeise waren.
Die Nacht verlief ohne Zwischenfälle, Eryk schlief tief und fest, ich hatte mich neben ihn gelegt und schlief dann auch irgendwann ein.
Als der Morgen graute stand ich auf und bereitete unseren langen Weg vor, wir würden mindestens 5 Tage bis zu unserer Ankunft in Stormwind unterwegs sein. Wieder rief ich Helvugh zu mir. Eryk traute seinen Augen kaum, als der das Ross und den großen blauen Dämonen sah.
„Wow!“, entfuhr es ihm. „Ist das ein richtiger Dämon? Mein Vater….“, wieder liefen ihm Tränen über die Wangen, „hat mir immer von diesen Schattenwesen erzählt, aber ich habe noch nie einen gesehen.
„Ja“, sagte ich, „das ist Helvugh ein so genannter Leerwandler. Stark und hart im Nehmen, sozusagen unser Leibwächter.“

Eine halbe Stunde später ritten wir los. Die Pestländer waren schrecklich verwüstet, überall sah man die spuren der Geißel. Eryk saß vor mir auf dem Pferd und hatte meist die Augen geschlossen, der Anblick der Umgebung war schrecklich. Seuchenfledermäuse, Aaslarven und Guhle wohin man sah.
Nach einer Stunde erreichten wir Andorhal, auch hier war nichts mehr wie früher, die Einwohner waren nach Stratholme geflohen und die Truppen der Geißel hatten die Stadt besetzt.
Um Kämpfe zu vermeiden ritten wir einen Umweg.

Kurze Zeit später trafen wir auf Truppen der Allianz.
„Seid gegrüßt junger Hexenmeister“, sprach mich ein Offizier an, „mein Name ist Kommandant Ashlam Valorfist“. „Es ist mir eine Ehre Kommandant“, erwiderte ich.
„Was führt euch mit diesem Jungen hierher?“, fragte er.
Ich erzählte ihm die ganze Geschichte. „Nach Stormwind? Das wird zu Lande nicht möglich sein, wir Kämpfen weiter vorne mit Einheiten der Geißel der Weg ist versperrt“, sagte er.
„Ihr könnt allerdings einen unserer Greifen benutzen, er wird euch sicher nach Stormwind bringen. Viel Glück!“, fuhr er fort.
„Vielen Dank, Kommandant“, sagte ich zu ihm, „gehabt euch wohl!“
Wir stiegen auf den Greifen, es war ein komisches Gefühl als er seine Schwingen ausbreitete und sich mit seinen kräftigen Beinen abstieß.

Nach nur 3 Stunden in luftiger Höhe landeten wir in Stormwind. Nun waren wir wirklich in Sicherheit.
Ich nahm Eryk an die Hand und lief mit ihm in Richtung des Waisenhauses von Stormwind. Als wir jedoch davor standen, erinnerte ich mich an meine Kindheit. Auch ich war hier aufgewachsen, meine Eltern kannte ich nie. So sollte Eryk nicht aufwachsen, ich entschied ihn zu einem alten Freund zu bringen.
Osborne, der von allen nur der Nachtmensch genannt wurde, lebte meist in den Schatten, doch ich wusste das Eryk bei ihm eine gute Ausbildung bekommen würde.
„Hier werden sich unsere Wege nun trennen Eryk“, sagte ich zu ihm, „aber ich weis, dass Osborne gut auf dich achten wird“. Ihm standen die Tränen in den Augen aber er nickte. „Ich werde immer wieder nach dir sehen wenn ich Zeit habe.“ Eryk wischte sich die Tränen aus den Augen und sagte zu mir: „Vielen Dank Dorsa, aber versprich mir oft vorbei zu schauen“.
Ich versprach es ihm und verabschiedete mich von den beiden. Da ich nun schon einmal hier in Stormwind war, nahm ich mir vor meinen alten Lehrer Sandahl zu besuchen, ihn hatte ich schon lange Zeit nicht mehr gesehen…..

2.6.07 11:40
 


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