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~~~ 10 ~~~ Das Versprechen ~~~

(von Thorongal)

Es war ja bereits ein sehr turbulenter Morgen, stellte Thorongal fest, als er sich in der Runde umschaute. Was eigentlich nur eine kurze Rast nach der Schlacht werden sollte, entwickelte sich zu einem kleinen Feldlager, und der Krieger verspürte nicht die geringste Lust weiter zu ziehen. Wann trifft man auch schon mal mit so vielen Gefährten gleichzeitig zusammen und kann dazu noch schöne alte Geschichten zum Besten geben und neue hören? Dass sich sogar die vier Neuankömmlinge sofort beteiligten, freute ihn besonders, mussten sie doch die ganze Nacht unterwegs gewesen und erschöpft sein.

Froh sah er von einem zum anderen: seine geliebte Fuinmyril, die ihm nicht nur im Abenteuer Azeroths die liebste Gefährten auf allen Wegen war, Silvergirl, zu der er stets aufschaute und ihr nacheiferte, um ein immer besserer Krieger zu werden, Whoop, der Perfektionist, der aus dem Hintergrund ganze Gegnerscharen mit seinen Zaubern ins Jenseits schicken konnte, Eryk, mit dem er damals bei der Hochzeitsquest ihrer Gildenfreunde Belmankor und Gáládriel erfolgreich mithalf, Ignazrotbart, mit dem selbst die ausweglosesten Situationen Spaß machten, und all die anderen Battlekings, deren Wege sich hier wieder einmal trafen.

Wer wusste schon, wohin sie der rauhe Wind Azeroths in Zukunft treiben würde, wer dauerhafter Gefährte oder seltener Gast, großer Held oder Opfer der Zeit sein würde – hier saßen sie zusammen und genossen das Gefühl der Gemeinschaft, das Verständnis und die Freundschaft.
Das ständige Necken, Frotzeln und Streiche spielen gehörte genauso dazu. Gefahren lauerten überall, so manche Freunde hatte man kommen und gehen sehen, Shalgas´ Schicksal sprach für viele. Da musste man die Gelegenheit nutzen, und oftmals tollten alte Kämpen genauso ausgelassen und albern herum wie die jungen Hüpfer. Jedenfalls manchmal ...

„Eryk“, sprach Thorongal in dem kurzen Moment der Ruhe, als sich Sciacallo zur Ruhe gelegt und Sibo, Phyltus und Himgi am Feuer gemütlich hingesetzt hatten, „dieser Hordeschurke, Nathgul, ist mir bereits bekannt. Er scheint ein herausragender Kämpfer zu sein, seine Waffen sind erlesen und die Rüstung edel. Wir begegneten uns im Blackrock, ich war auf dem Weg zu meiner Schlachtgruppe, und er stand im Kampf mit einer der Elite-Schildwachen vor dem Eingang zur Spitze, war bereits verletzt und geschwächt. Es wäre mir ein leichtes gewesen, ihn zu töten. Doch deine Geschichte kannte ich damals noch nicht, ich hätte es auch als ehrlos empfunden, ihn in diesem Moment anzugreifen. Als er schließlich die Wache besiegt hatte, drehte er sich sofort zu mir um, bereit weiterzukämpfen. Doch als er sah, dass ich meinen Weg fortsetzte, grüßte er respektvoll, und ich erwiderte die Geste. Es war ein neutraler Moment, wer weiß, wie er im Vollbesitz seiner Kräfte gehandelt hätte.

Aber für die Verteidigung seiner Heimat kann er eigentlich auch nicht verurteilt werden, finde ich. Sein Erscheinen hat aber gewiss das Scheitern eures Angriffs damals auf Undercity beschleunigt.
Ich verspreche dir jedoch eins: Solltest du noch einmal vorhaben, deine Heimat von dem untoten Zeugs zu befreien, werde ich an deiner Seite kämpfen. Wenn wir die Gilde aufrütteln können, Verbündete finden, vielleicht alte Freunde herbeirufen, dann ist uns möglicherweise mehr Erfolg beschieden, und Silvanas bekommt ihre gerechten Strafe.“

Mit einem festen Händedruck besiegelten der Schurke und der Krieger dieses Versprechen, und die Anwesenden nickten ernst dazu.

3.11.06 18:15





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