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~~~ 1 ~~~ Am Lagerfeuer ~~~

In einer Lichtung tief im Wald von Elwynn haben sich tapfere Kämpfer ihr Nachtlager aufgeschlagen. Noch aufgekratzt von der letzten gewonnenen Schlacht im Alteractal ist an Schlaf nicht zu denken. Die Sterne funkeln über der Gruppe als einer nach dem anderen von seinen grössten Heldentaten berichtet. Eine Nachtelfin sitzt still dabei und kichert in sich, als der Zwerg vor ihr von einem wilden Kampf auf seinem Widder berichtet und dabei heroisch seinen Hammer schwingt. Irgendwo knackt ein Ast und der Zwerg zuckt erschrocken zusammen. Vor Schreck entgleitet ihm der Hammer und landet einige Meter weiter im Gebüsch. Ein Tier quieckt gequält auf. Schnell springen drei Männer vom Lagerfeuer auf und schauen nach. "Du kleiner Held" ruft einer kurz darauf lachend. Und ein anderer: "Er hat uns ein Festmahl besorgt" Unter grossem Gelächter zerren sie einen noch jungen Keiler zu den anderen und beginnen mit der Zubereitung über dem offenen Feuer.

Die Stimmung ist ausgelassen, es wird gesungen, gelacht und getanzt. Erst tief in der Nacht als an das Festmahl nur noch die Knochen erinnern, wird es ruhiger und hier und da hört jemanden im Schlaf zufrieden schmatzen. Ein paar wenige sind noch wach und haben es sich um das Feuer herum gemütlich gemacht. Silvergirl ist dabei und blickt in die züngelnden Flammen. Die Gespräche gehen fast an ihr vorbei, bis der kleine Gnom neben ihr, sie stubbst und in die Gegenwart zurückholt.

 

"Silver" beginnt er, "jetzt kämpfen wir schon so lange Seite an Seite, und doch weiss ich kaum etwas von Dir. Was hat Dich hierher verschlagen? Erzähl von Deinem Weg hierher" 

Und Silvergirl lächelt und beginnt zu erzählen...

19.8.06 21:16


~~~ 2 ~~~ Die Zeit auf Teldrassil ~~~

"Ich erinner mich noch gut an meine Zeit auf Teldrassil. Es ist so ein friedliches Stückchen von Azeroth, und ich meinte schon mit meiner Entscheidung Kriegerin zu werden habe ich mir ein ruhiges Leben ermöglicht. Aber es gab doch immer genug zu tun. Ich lernte den Umgang mit verschiedenen Waffen und mein Vater lehrte mich auch meine Fäuste zu benutzen. Silvergirl sagte er immer, mein Silvergirl, du bist mein ein und alles und Du hast keine Brüder, die auf Dich aufpassen, wenn ich einmal nicht mehr da bin..."

"Hast Du gar keine Geschwister?" fragte der kleine Gnom bestürzt und blickte zu seinem Bruder, der ihm gegenüber sass und an einem Stück Holz herumschnitzte.

Silvergirl fuhr fort: "Nein, aber ich habe sie nicht vermisst, ich kannte es ja nicht anders"

"Und Deine Mutter?"

"Sie starb bei meiner Geburt, mein Vater hat mich allein aufgezogen. Er muss sie sehr geliebt haben, denn er hat danach keine andere Frau mehr gefunden, die ihrer ebenbürtig war. Er sagte immer, ich hätte die gleichen glänzenden silbernen Augen wie sie und daher rief er mich auch immer sein Silvergirl."

Die Freunde um sie schwiegen und liessen ihre neue Gefährtin nach einem kurzen Augenblick des Erinnerns weiter erzählen.

"Mein Vater begleitete mich nach Darnassus und liess mich dort in der Obhut einer Kriegerlehrerin, denn ihn hatte der Ruf auf das Festland ereilt. In der Zeit seiner Abwesenheit lebte ich in Darnassus und lernte dort, was man so für das Leben braucht. Ich streifte viel durch die Wälder von Teldrassil und war bald sehr kundig welche Gewächse der Natur man nützlich für Tränke und Elixiere einsetzen konnte. Einige Monde später kam ein Schiff an, auf dem waren viele Verwundete einer grossen Schlacht..."

Silvergirl schluckte und ihre schönen Augen glänzten eine Spur feuchter.

"Mein Vater war unter ihnen und er war so schwer getroffen, dass man nichts mehr für ihn tun konnte. Er starb noch in der selben Nacht. Am nächsten Morgen schwor ich mir, ihm zu Ehren eine grosse Kriegerin zu werden und ich machte mich mit dem nächsten Schiff auf nach Auberdine. Es war das erste mal, dass ich das Festland betrat und im Gebiet von der kleinen Küstenstadt habe ich auch das erste mal Kreaturen der Horde gesehen. Ich hatte schon viel von ihnen gehört, aber die erste Begegnung werde ich trotzdem nie vergessen..."

19.8.06 21:39


~~~Information~~~

ooc: Silvergirl ist eine stolze Nachtelfen-Kriegerin, die ihre Abenteuer auf dem PvP-Server Mannoroth erlebt. Sie existiert seit Februar 2005, und damit seit dem ersten Monat in dem das MMORPG "World of Warcraft" in Deutschland erschien. Gespielt wird sie von mir, und ich bin auch im wahren Leben eine Frau Nicht so stolz wie die Nachtelfin, der ich das Leben schenke und nicht so anmutig, wie sie sich bewegt. Nicht so kampfeslustig, dafür aber um einiges an Intelligenz überlegen. Und das ist auch gut so

 

In diesem Blog möchte ich meine alte Leidenschaft des Schreibens wieder etwas auffrischen.

In einem anderen Forum haben sich Mitspieler von mir gefunden, die auch mit an der Geschichte schreiben. Mein Dank für die Fortsetzung geht an Thorongal, Eryk, Sibo, Dorsa und Mithrin Ich find es toll, dass es sogar nach so langer Zeit noch immer mehr werden! 

19.8.06 21:48


~~~ 3 ~~~ Das Wahrnehmen der Feinde ~~~

"In Auberdine angekommen lernte ich ein paar Leute in meinem Alter kennen. Wir taten uns zusammen und streiften durch die Wälder. Neben der Erledigung mehrerer spannenden Aufgaben und dem bestehen von ein paar echten Aufgaben am Strand, hatten wir eine Menge Spass miteinander. Wir sassen so wie wir jetzt nächtelang ums Lagerfeuer und träumten von grossen Heldentaten, die wir einmal vollbringen wollten."

Silvergirl hielt inne und lächelte.

"Einige von diesen Freunden begegne ich noch heute in der Welt von Azeroth, aber unser Tatendrang war zu verschieden ausgeprägt, als dass wir immer zusammen weiterziehen konnten. Es war eine schöne Zeit in dem Gebiet.

Eines Tages, ich war gerade allein unterwegs um ein paar seltene Kräuter zu sammeln, kreuzte eine furchteinflössende Truppe seltsam aussehender Kreaturen meinen Weg. Ich versteckte mich schnell hinter einem Baum und spähte nur vorsichtig aus sicherer Entfernung zu ihnen hin. Ich wusste natürlich, dass Krieg herrscht und hatte von den schrecklichen Gegnern der Horde gehört, dennoch war ich aufgeregt und hatte Angst, dass sie mich entdecken würden. Doch die vier Kreaturen liefen nur am Weg entlang und schienen es eilig zu haben, sie blickten nicht nach links oder rechts. Es war ein riesiger Taure mit zotteligem schwarzem Fell... wäre er nicht mit einem lumpigen Schwert und einem Brett als Schild ausgestattet gewesen, hätte ich ihn für einen Bullen gehalten.
Die beiden Trolle, die ihn begleiteten waren beide ohne Schuhwerk."

Der kleine Gnom neben Silver gluckste bei der Vorstellung.
Silvergirl stimmt in sein Lachen ein und fuhr fort:

"Damals war mir nicht zum Lachen zumute, aber es war im nachhinein betrachtet schon eine seltsame Gruppe. Ein Untoter machte mir am meisten Angst, der Stoff seiner Hosen wehte um die Knochen seiner nicht vorhandenen Schenkel, mich gruselte der Anblick ganz schön und als die vier weit genug entfernt waren, wagte ich wieder zu atmen. Es war schon eine prägende Begegnung, und hätte ich damals schon gewusst, was für ein feiger Haufen die Horde doch ist, hätte ich mich glatt dem Kampf gestellt."

"Gut, dass Du es nicht getan hast, Silver! Die hätten Dich kaltgemacht und wir hätten uns nie kennengelernt, dass wär doch sehr schade gewesen!"

Silvergirl knuffte den Gnom und schenkte ihm noch etwas Wein nach. Nachdem sie selbst einen grossen Schluck aus ihrem Krug genommen hatte, fuhr sie mit ihrer Erzählung fort.

26.8.06 20:50





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